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Unsere Legacy

Motorsport-Tradition. Für heute gestaltet.

Powell Livery baut auf jahrzehntelanger Erfahrung aus den Designzentren von Porsche und BMW auf und verbindet Motorsport-Tradition, Proportion und gestalterische Klarheit zu authentischen Fahrzeugdesigns für Straße, Trackday und Wettbewerb. Jedes Projekt folgt den Grundsätzen, die durch Langstreckenmotorsport, Fahrzeugentwicklung und historische Restaurierungen geprägt wurden: Klarheit, Ausgewogenheit und Funktion.

Porsche — Das Fundament unserer DNA

Chefdesigner Robert Powell, Dipl. R.C.A., begann seine Laufbahn bei Porsche nach seinem Abschluss im Fach Fahrzeugdesign am renommierten Royal College of Art in London. Über mehr als ein Jahrzehnt arbeitete er im Entwicklungszentrum Weissach gemeinsam mit den Designern und Ingenieuren, die einige der bedeutendsten Porsche Straßen- und Rennfahrzeuge prägten.

Seine Motorsport-Erfahrung umfasst Programme wie den 936 „Essex“, die 956/962 „Rothmans“, den 962 „Shell“ sowie die Paris-Dakar-Projekte 911 und 959. Zu seinen Designarbeiten gehörten die Gruppe-B-Studie, aus der später der Porsche 959 hervorging, ebenso wie Konzeptfahrzeuge, Serienentwicklungen und industrielle Designprojekte.

Nach zwölf Jahren bei Porsche wechselte Robert zunächst zu BMW Technik und später in die BMW Design Studios, wo er seine Erfahrung in den Bereichen Konzeptfahrzeuge, Serienentwicklung und Motorsport weiter ausbaute.

BMW Technik / BMW Group — Design für die Zukunft

Die darauffolgenden zwanzig Jahre verbrachte Robert in der BMW Group. Bei BMW Technik — dem fortschrittlichen Forschungszentrum — entwarf er Konzeptfahrzeuge wie Z13 und Just 4/2, leitete die Exterieurentwicklung zukünftiger Produktlinien und verantwortete die BMW-Williams-Formel-1-Livery — zuletzt als Head of Design.

Nach einem Jahrzehnt in diesem innovativen Umfeld — inklusive eigenem Windkanal — wechselte er in die BMW Group Designstudios. Dort leitete er die Entwicklung von Konzeptfahrzeugen und Designstrategien, bevor er das Team für Exterieur-Details gründete und leitete: Licht, Räder und Motorraumdesign.

Powell Livery Design

Heute überträgt Robert diese Philosophie — Präzision und Emotion in Balance — auf maßgeschneiderte Livery-Designs. Ob historische Rennlackierungen, individuelle Kundenprojekte oder moderne Identitäten: Der Fokus liegt stets auf Klarheit, Proportion und Authentizität. Ein Design-Erbe, umgesetzt für Kunden weltweit.

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Porsche-Projekte, Konzeptideen und Erinnerungen

Historic Porsche 936 Essex presentation collage at the Ritz Hotel Paris showing vehicle transport and event preparation

Porsche 936 ESSEX

Frisch von der Hochschule kommend wurde der Essex 936 meine allererste Porsche-Lackierung. Das Präsentationsfahrzeug wurde in Bad Kreuznach lackiert und anschließend zur offiziellen Vorstellung nach Paris transportiert – noch bevor wir die Dekore überhaupt produziert hatten. So flogen wir für einige Tage nach Paris, um das Fahrzeug vor Ort fertigzustellen und an der Abendveranstaltung teilzunehmen.

Bei meiner Ankunft im Ritz bot sich mir ein unvergesslicher Anblick. Der 936 stand vor dem Haupteingang, während die Porsche-Mechaniker darüber diskutierten, wie sie das Auto durch die erstaunlich schmale Tür bekommen sollten. Die Festtorte schaffte es mit etwas Hilfe der Mechaniker gerade noch ins Hotel – beim Rennwagen war das jedoch eine ganz andere Geschichte.

Der inzwischen verstorbene Mansour Ojjeh (TAG) hatte die Hotelleitung gefragt, ob man die rund 150 Jahre alte Eingangstür ausbauen könne. Die Antwort fiel ausgesprochen höflich, aber ebenso bestimmt aus: Diese Tür befinde sich bereits seit „sehr langer Zeit“ an ihrem Platz.

Also musste eine andere Lösung gefunden werden. Schließlich erschien ein Team, die Karosserieteile wurden demontiert, und der Wagen wurde vorsichtig auf die Seite gestellt und durch die Lobby in den Innenhofgarten auf der Rückseite des Ritz getragen.

Tagsüber fand in der Essex Suite eine Besprechung über mögliche Gestaltungen der Transportfahrzeuge statt. Da ich keinerlei Zeichenmaterial dabei hatte, wurde ich durch die Nebenstraßen von Paris zu einem Künstlerbedarfsgeschäft chauffiert, um alles Notwendige zu besorgen. Zurück im Ritz – irgendwie umgeben von den Damen, die die Abendveranstaltung vorbereiteten – skizzierte ich erste Entwürfe für die Trucks. Letztlich wurden diese jedoch nie lackiert.

Die Präsentation fand später am Abend bei Regen statt. Es war eine beeindruckende Veranstaltung, bei der keine Kosten gescheut wurden. Zu sagen, Champagner und Kaviar seien in Strömen geflossen, wäre fast noch untertrieben. Zahlreiche große Namen der Motorsportwelt waren anwesend, darunter führende Rennfahrer sowie der inzwischen verstorbene Colin Chapman.

Porsche Club UK magazine feature article about Robert Powell and his Porsche design history

Porsche Club UK – „Art for Art’s Sake“

Vielen Dank an Adam Towler und den Porsche Club UK für diesen Beitrag im Juli-Magazin. Die Geschichte blickt zurück auf meine Jahre als Designer bei Porsche in den 1980er-Jahren – eine Zeit voller außergewöhnlicher Projekte, Menschen und Erlebnisse.

Es ist eine besondere Ehre, diese Erinnerungen heute noch teilen zu können. Es war zweifellos eine Zeit, die man gerne noch einmal erleben würde. Umso dankbarer bin ich, Teil dieser Ära gewesen zu sein und einen kleinen Beitrag zum Porsche-Erbe geleistet zu haben.

Link: Read the full article

Historic Porsche design sketches by Robert Powell featuring concept proposals for Porsche V8 coupe and Porsche 968 Cabriolet

Porsche 965 V8 (Konzept) und 968 Cabriolet

Als Automobildesigner in den 1980er-Jahren gab es einen wesentlichen Unterschied zu heute: Entwürfe wurden von Hand gezeichnet.

Solche Skizzen entstanden auf Transparentpapier (Vellum), einem halbtransparenten Zeichenpapier, das in seiner Wirkung an Backpapier erinnert. Nach der Bleistiftzeichnung begann die Farbphase. Hierfür wurden Marker eingesetzt, teilweise auch auf der Rückseite der Zeichnung, um größere Farbflächen und Lichtreflexe aufzubauen.

Für weich auslaufende Bereiche kamen Pastellkreiden zum Einsatz. Dazu wurde Pastellstaub auf ein separates Blatt geschabt. Mit einem weichen Baumwolltuch oder Wattepad nahm man den Staub auf und arbeitete ihn vorsichtig in die gewünschten Bereiche ein. Die Räder und Felgen wurden meist erst gegen Ende der Ausarbeitung ergänzt.

Für feine Linien und Details verwendete man Farbstifte. Weiße Glanzlichter wurden anschließend mit einem Pinsel und Gouachefarbe aufgetragen.

Zum Abschluss wurde die fertige Darstellung häufig ausgeschnitten und mit Sprühkleber auf eine saubere weiße Präsentationstafel aufgebracht.

Ein erstaunlich aufwendiger Prozess – besonders aus heutiger Sicht.

Oben: Ein Designvorschlag für den geplanten Porsche 965 V8 auf Basis eines kurzen Briefings. Die Aufgabe bestand darin, Gestaltungselemente des Porsche 959 in das neue Fahrzeugkonzept zu integrieren.

Unten: Ein Entwurf für das Porsche 968 Cabriolet, möglicherweise eine Facelift-Studie – eine von zahlreichen Skizzen aus dieser Zeit.

Der YouTube-Link zeigt das 965-V8-Projekt in einem Film des Porsche Museums.: https://www.youtube.com/watch?v=2P6gTpG0Dj

Historic Porsche 959 story collage showing Weissach test track layout and Porsche 959 driven by works test driver Günter Steckkönig

Drei Runden im Porsche 959 mit Werks-Testfahrer Günter Steckkönig

Mitte der 1980er-Jahre saß ich im Designstudio, als das Telefon klingelte.

Am anderen Ende war Günter Steckkönig – ehemaliger Rennfahrer, unter anderem beim Le-Mans-Einsatz 1983 im Porsche 930, und einer der Porsche-Werks-Testfahrer. Wie immer sprach er ruhig, höflich und zurückhaltend.

Wir hatten uns durch verschiedene Projekte in Weissach und bei Bern Stahls Lackiererei kennengelernt. Günter war bescheiden – im besten Sinne des Wortes – und lebte Porsche mit jeder Faser. Eines Tages bat er mich, die Lackierung für den Trigema-928 zu entwerfen, an dessen Entwicklung er beteiligt war. Während einer langen Fahrt von Weissach über die Schwäbische Alb nach Burladingen erzählte er von Rennsport, Erprobungsfahrten und Entwicklungsarbeit. Er war keiner, der mit seinen Leistungen prahlte; vielmehr war er präzise, diszipliniert und außergewöhnlich kompetent.

Nach diesem Projekt rief Günter gelegentlich an, wenn er auf die Teststrecke ging, um Fahrzeuge oder Komponenten zu erproben. Einmal war ich selbst mit einem 928 unterwegs, als plötzlich ein 956 meine Rückspiegel ausfüllte und an mir vorbeischoss, bevor ich überhaupt reagieren konnte. Günter war maßgeblich am Entwicklungsprogramm des 959 beteiligt gewesen und kannte das Fahrzeug bis ins kleinste Detail.

„Rob ... ich habe hier Dr. Botts 959. Hast du Lust, mit auf die Strecke zu kommen?“

Eine kurze Pause, dann die scherzhafte Frage:

„Hast du schon zu Mittag gegessen?“

Dreißig Minuten später rollten wir auf die 2,8 Kilometer lange Can-Am-Teststrecke in Weissach. Ich hatte am Interieur sowie an den Farb- und Ausstattungskonzepten des 959 mitgearbeitet, ihn jedoch noch nie in voller Fahrt erlebt.

Die ersten beiden Runden waren schnell, aber kontrolliert. Die dritte war etwas ganz Besonderes.

Aus der Can-Am-Kurve heraus beschleunigte der 959 mit voller Wucht auf die Gerade. Die folgende Nordkurve kam rasend schnell näher. Instinktiv drückte mein rechter Fuß gegen den Fahrzeugboden – als könnte ich irgendwie beim Bremsen helfen.

Erst im allerletzten Moment bremste Günter, lenkte ein und ließ den 959 in einen perfekt kontrollierten Allrad-Drift gleiten. Das Auto stand derart quer, dass ich aus seinem Seitenfenster schauen musste, um zu erkennen, wohin wir überhaupt fuhren.

Wenige Augenblicke später rollten wir wieder von der Strecke. Wir sahen uns an – und mussten beide grinsen.

Porsche 918 concept livery collage inspired by historic Porsche 956 racing colours with side and top design views

Porsche 918 in diesen ikonischen Farben

In den 1980er-Jahren wurden diese heute ikonischen Farben erstmals auf dem Porsche 956 eingesetzt. Was danach folgte, ist Motorsportgeschichte.

Nur wenige Lackierungen wurden so oft zitiert, neu interpretiert und nachgebildet wie diese. Seitdem ist sie – kopiert, adaptiert und weiterentwickelt – auf nahezu jeder Porsche-Generation erschienen.

Persönlich bevorzuge ich bis heute die Version von 1982, bei der die Farben dynamisch um das Cockpit herumgeführt werden. Die Ausführung von 1983 mit dem einfacheren Mittelstreifen war leichter und schneller zu applizieren, doch die ursprüngliche Gestaltung bleibt für mich der Maßstab.

Im Jahr 2024 wurde ich nach Norwegen eingeladen, um eine überarbeitete Interpretation dieser Livery auf den beeindruckenden 962 EVO zu übertragen. Für diese Version ergänzte ich zusätzliche grafische Elemente auf den oberen Flächen, sodass die Farben das Cockpit noch stärker umschließen und die Gesamtform des Fahrzeugs betonen. Der Wagen gehört V. Frognar, das Projekt wurde von M. Sivertsen umgesetzt. Es war ein Privileg, dieses Konzept auf einer so außergewöhnlichen Maschine weiterentwickeln zu sehen.

Diese Konzept-Lackierung für den Porsche Carrera GT greift Elemente beider historischen Versionen auf. Die Seitenflächen bleiben unverkennbar blau – daran bestand nie ein Zweifel. Ihre volle Wirkung entfaltet die Gestaltung jedoch in der Draufsicht. Dynamisch geführte Streifen betonen die außergewöhnlichen Proportionen und unterstreichen die skulpturalen Formen, die von meinem ehemaligen Kollegen Tony Hatter geschaffen wurden.

Historic collage of Porsche 911 Paris Dakar rally cars during preparation in 1983 workshop with Rothmans livery application

Porsche 911 Paris–Dakar

1983 – Lackiererei Stahl in Mönsheim

Ende Dezember 1982 werden in der Lackiererei Stahl in Mönsheim die letzten Arbeiten an zwei der Paris-Dakar-Fahrzeuge durchgeführt. Auf dem Foto trage ich den roten Pullover; neben mir steht Gerry aus dem Rothmans-Marketingteam.

Ein oder zwei Tage später befand ich mich in den Porsche-Werkstätten – deutlich sauberer als die Lackiererei – wo alle drei Fahrzeuge für ihren Einsatz vorbereitet wurden. Der dritte Wagen war gerade angeliefert worden, und ich versuchte zwischen Mechanikern, Technikern und allgemeiner Betriebsamkeit die letzten Dekore anzubringen.

Die Zeit wurde knapp. Besonders wichtig war mir, den langen „Rothmans Porsche“-Schriftzug auf der Tür sauber zu positionieren. Während ich damit kämpfte, saß Jacky auf einer Werkbank und beobachtete das Geschehen. Als er bemerkte, wie schwierig die Arbeit unter den Umständen war, kam er herüber und bot seine Hilfe an.

Gemeinsam gelang es uns schließlich, den Schriftzug anzubringen – während unter dem Fahrzeug ein Mechaniker arbeitete, auf den dabei ständig Wasser von der Nassverklebung tropfte. 🙂

Oberes Bild: Einige Tage zuvor aufgenommen. In der Mitte steht der Mercedes-Benz, der ebenfalls an der Rallye teilnahm.

Collage showing 1988 Porsche 2708 Indy car concept artwork and modern Porsche 911 GT3 Cup reinterpretation with geometric BASF inspired livery

Porsche 2708 · 1988 – Porsche 911 GT3 Cup · 2026

1988 entwickelte ich mehrere Lackierungsentwürfe für den Porsche-Indy-Car 2708, die mögliche Sponsorpartnerschaften und Designrichtungen untersuchten. Das hier gezeigte Original entstand vollständig von Hand – mit Markern, Bleistift und Pastellkreiden auf Baumwoll-Vellumpapier. Der Hintergrund wurde anschließend mit der Airbrush ausgearbeitet.

Dieses Konzept gehörte schon damals zu meinen Favoriten. Deshalb habe ich die Idee erneut aufgegriffen und für einen Porsche 911 GT3 Cup des Jahres 2026 neu interpretiert.

Der geometrische Gestaltungsansatz ermöglicht zahlreiche Variationen in Form, Proportion und Farbgebung. Teams mit einer klaren visuellen Identität könnten das Konzept problemlos an ihre eigenen Farben und Sponsoren anpassen und so einen unverwechselbaren sowie leicht wiedererkennbaren Auftritt entwickeln.

Powell Livery bietet weltweit individuelle Motorsport-Livery-Designs an – von aktuellen Rennfahrzeugen über historische Restaurierungen bis hin zu einzigartigen Grafikkonzepten für Straßenfahrzeuge.

Wenn Sie ein Projekt besprechen möchten, freue ich mich auf Ihre Kontaktaufnahme.

*BASF ist kein Sponsor von Porsche. Sollte ein Rechteinhaber Bedenken hinsichtlich der Verwendung dargestellter Marken oder Logos in diesem historischen Designkontext haben, wenden Sie sich bitte an Powell Livery. Der betreffende Inhalt wird dann geprüft und gegebenenfalls entfernt.

Die gezeigten Logos dienen ausschließlich der historischen Einordnung und als Platzhalter zur Veranschaulichung möglicher Sponsorendarstellungen.

Porsche 911 – Konzept für eine Motorsport-Livery

Nicht jedes Design, das wir entwickeln, schafft es über die Rendering-Phase hinaus – doch das macht die Idee dahinter nicht weniger spannend.

In Konzepte wie dieses fließen viel Zeit, Kreativität und grafische Entwicklungsarbeit. Gute Entwürfe sind nicht an eine einzige Farbgebung gebunden. Sie können sich weiterentwickeln, sich an Sponsorauftritte, Teamidentitäten oder neue gestalterische Ideen anpassen.

Genau darin liegt die Stärke eines durchdachten Livery-Konzepts: Es lässt sich nahezu unbegrenzt weiterentwickeln – mit anderen Farben, anderen Sponsoren oder sogar auf völlig unterschiedlichen Porsche-Modellen.

Vielleicht entsteht Ihr individuelles Fahrzeugdesign am Ende aus einer solchen Idee, die verfeinert, angepasst und weiterentwickelt wird. Denn genau hier beginnen die besten Liveries.

Sie planen ein Porsche-Projekt oder haben bereits erste Vorstellungen? Sprechen Sie mich gerne an.

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Haftungsausschluss

Powell Livery ist ein unabhängiges Designstudio und steht in keiner Verbindung zu der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG oder der BMW AG. Alle Marken, Logos und Warenzeichen sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber.

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